Beiträge mit tag "Kritische Artikel

Korruption: Halbherzige Enthüllungsseite geht in China online

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Am vergangenen Wochenende gingen laut einem Bericht der China Daily in ganz China gleich mehrere Webseiten online, auf denen Nutzer beschreiben können, wie sie jemanden bestochen haben. Was wie eine Enthüllungsseite aussieht, hat jedoch einen Haken: Die Nutzer dürfen keine Namen und Positionen nennen.

Vorbild war scheinbar eine indische Anti-Korruptionswebseite mit der URL ipaidabribe.com. Am vergangenen Wochenende gingen in China gleich mehrere ähnliche Webseiten online. Doch um Rechtsstreits mit den beschuldigten Personen aus dem Weg, wurden die Nutzer aufgefordert die Namen und Positionen der Empfänger der Bestechungsgelder nicht zu nennen. China Daily zitiert einen Mitarbeiter einer solchen Webseite mit den Worten: „Wir machen Korruption publik, ohne die Privatsphäre der Betroffenen zu verletzen.“ Hinzu komme, dass der Betreiber der Seite nicht in der Lage sei, zu überprüfen, ob die Vorwürfe auch tatsächlich gerechtfertigt sind.
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Chinesische Zensur verbietet „Zivilgesellschaft“

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Der Begriff „Zivilgesellschaft“ scheint den chinesischen Zensoren einen zu demokratischen Beigeschmack zu haben, weshalb sie ihn vor ein paar Tagen kurzerhand verboten hat. Eine Praxis, die in China Gang und Gäbe ist.

Laut einem Artikel der deutschen Tageszeitung FAZ und zahlreichen chinesischen Publikationen hat die chinesische Propagandaabteilung am 4. Januar die Verwendung des Begriffs „Zivilgesellschaft“ verboten. Der Autor des Beitrags wertet dieses Vorgehen als „ein ernstzunehmendes Zeichen steigender Repression vor dem erwarteten Führungswechsel im kommenden Jahr – und (als) ein weiteres Dokument des wachsenden Bedeutungsverlusts der Worte“.
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In China soll bald Nachahmerversion von WikiLeaks entstehen

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Eine Form von WikiLeaks soll es nun bald auch in China geben. Eine Gruppe von chinesischen Aktiviten will mit einer Nachahmerversion die chinesische Regierung zu mehr Transparenz zwingen.

In China scheint es hinsichtlich der Medienzensur zu brodeln. Erst vor ein Tagen hatten namhafte Intellektuelle in einem offenen Brief zu einem Ende der Zensur aufgerufen. In dem Schreiben wiesen die Autoren darauf hin, dass selbst die Worte des Premiers Wen Jiabao von einer undurchsichtigen Zensurbehörde beschnitten würden. Sie forderten ein rechtstaatliches Medienrecht.

Nun planen chinesische Menschenrechtsaktivisten scheinbar eine Enthüllungswebsite nach dem Vorbild von Wikileaks, um demokratische Reformen in der Volksrepublik zu erzwingen, wie die Nachrichtenagentur AFP mit Verweis auf die Freitagsausgabe der South China Morning Post berichtete. Das Projekt mit dem Namen „Government Leaks“ soll im Juni 2011 online gehen. Bereits jetzt rufen die Aktivisten über soziale Netzwerke dazu auf, geheime Informationen der chinesischen Behörden an sie weiterzuleiten. Gouvernment Leaks habe keine direkte Verbindung zu WikiLeaks, sagte der Gründer der Seite in einem Interview mit der oben genannten Zeitung.
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Verhaftung: Polizei stuft Milieu-Roman als Pornografie ein

Ein Lehrer der südchinesischen Stadt Foshan schrieb einen Roman, der in den Saunahäusern der Stadt handelt. Dabei scheint er jemandem auf die Füße getreten zu sein: Am Wochenende wurde er wegen Pornografie verhaftet.

In einem früheren Blogbeitrag wurde beschrieben, dass Internetromane in China immer beliebter werden. Einem Autor aus der südchinesischen Provinz Guangdong sind nun seine literarische Versuche im Netz zum Verhängnis geworden: Er wurde am vergangenen Wochenende wegen Pornographie verhaftet.
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Ein Wohnprojekt in Lanzhou

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Die Regierung der westchinesischen Stadt Lanzhou will eine bessere soziale Durchmischung erreichen und kam dabei auf die Idee, dass die Armen in den gleichen Compounds in Sozialwohnungen leben können, wie die Superreichen. Dieser Plan hagelte Kritik.

Der verlinkte Artikel ist seinerseits bereits eine Medienschau, die auf einen Artikel der Legal Daily von vergangenen Dienstag zurückgeht. Die Idee ist, den Bauunternehmern Land günstiger abzutreten, damit diese mit dem so gesparten Geld Sozialwohnungen in ihren Luxusüberbauungen anlegen. Die Zeitung nennt auch Zahlen: “Der durchschnittliche Preis für eine Wohnung liegt in Lanzhou bei 5000 Yuan (738 US-Dollar) pro Quadratmeter, wie es von Seiten der lokalen Wohnbehörden heißt. Doch in den subventionierten Sozialwohnungen soll ein Quadratmeter nur 2000 Yuan kosten.”
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