Anno 2008 waren es die Tibeter, ein Jahr darauf die Uiguren und nun die Mongolen, die in China demonstrieren. Bisher hat die chinesische Informationspolitik bei Massenprosten dem internationalen Ansehen Chinas eher geschadet. Nun wird neu betont, dass die Proteste doch auch berechtigt sind. Ist damit ein Wandel in der chinesischen Informationspolitik eingetreten?

In einem Meinungsartikel schrieb die Global Times vorgestern, dass die Proteste in der Inneren Mongolei “in einigen Berichten” fälschlicherweise als ein ethnischer Konflikt zwischen Han-Chinesen und ethnischen Mongolen dargestellt worden sei. Auch wenn es nicht weiter erläutert wird, sind damit natürlich die westlichen Medien gemeint, welche sich aus  offizieller chinesischer Sicht durch ihre “Vorurteile gegen China” immer wieder disqualifizieren.Soweit also noch nichts Überraschendes.
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