Beiträge mit tag "Eingeschränkte Berichterstattung

Einblicke in das chinesische Staatsfernsehen

Die deutsche Fernsehjournalistin Kirsten Rulf hat anderthalb Monate lang im Rahmen eines Journalistenaustausches beim chinesischen Staatsfernsehen gearbeitet. Der Frankfurter Rundschau berichtet sie, was sie dort erlebt hat.

Eigentlich ist das Ziel der Robert-Bosch-Stiftung, das Verständnis zwischen deutschen und chinesischen Journalisten zu verstärken. Um dies zu erreichen, kann jedes Jahr eine kleine Zahl von Medienschaffenden im jeweils anderen Land für eine kurze Periode tätig sein. Die normalerweise für den WDR tätige Fernsehjournalisten Kirsten Rulf nahm an einem solchen Programm teil und berichtet anschliessend in der Frankfurter Rundschau, wie sie die Zensur erlebt hat, wie die Themen ihrer wöchentlichen Politiksendung durch die Außenpolitik geprägt waren und wie sie vor allem an Anfang auf der Redaktion sozial isoliert wurde.

Divergierende Berichterstattung zum Todeszug von Wenzhou

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Keiner weiss, was tatsächlich beim Eisenbahnzusammenstoss auf einer Brücke bei Wenzhou geschehen ist. Die chinesischen Behörden bemühten sich derweil, die Wahrheit (und vielleicht weitere Leichen) zu verbuddeln und über die Medien berührene Geschichten zu verbreiten.

Die offizielle Version ist schnell erzählt: Ein Blitz bringt am 23. Juli auf einer Brücke in der Nähe von Wenzhou (Provinz Zhejiang) einen neuen Hochgeschwindigkeitszug zum Stillstand, wie dies in den drei Wochen seit der Eröffnung der neuen Strecke zwischen Peking und Shanghai immer wieder geschehen ist. Der nach zehn Minuten folgende Zug fährt auf. Mehrere Wagen fallen von der Brücke je nach Quelle zwischen 15 und 30 Meter in die Tiefe. Rund 40 Menschen kommen ums Leben.
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