Beiträge mit tag "Datenschutz

Ausweitung der Überwachung: Gesichtserkennung nun auch in den Bahnhöfen

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Dass die Überwachung der chinesischen Bürger in den letzten Jahren stets zu- und nicht abnimmt, ist kein Geheimnis. Nun sollen laut Medienberichten auf den Bahnhöfen der Schnellstrecke zwischen Peking und Shanghai ein automatisches Gesichtserkennungssystem eingerichtet werden.

Vorerst sind erst die drei Bahnhöfe Bahnhöfen Shanghai Hongqiao, Tianjin West und Jinan West betroffen, wie die Peoples Daily gestern meldete. Das System erlaubt bei der Ticketkontrolle auch einen schnellen Scan des Gesichts. Diese biometrischen Daten werden mit der Datenbank der Polizei abgeglichen. Sollte ein gesuchter Verbrecher oder auch Dissident den Zug betreten, löst dies einen Alarm aus und er kann noch vor Ort festgenommen werden. Laut dem genannten Artikel solle die Technologie auch dann noch zuverlässig funktionieren, wenn sich jemand einer kosmetischen Operation unterzogen hat.
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Öffentliches Archiv sammelt Daten zu Online-Betrügern

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Lügen haben kurze Beine. Mit einer Datenbank will die Stadtregierung von Shanghai Online-Betrüger unschädlich machen. Persönlichkeits- und Datenschutz werden dabei allerdings mit Füssen getreten.

Wer einmal lügt, dem glaubt man nicht. Getreu nach diesem Motto entwickelte das Amt für öffentliche Sicherheit der Shanghaier Stadtregierung nach Angaben der chinesischen Tageszeitung China Daily eine Datenbank, in der Online-Betrüger mit ihrem echten Namen katalogisiert werden. Polizeichef Zhang Xuebing erklärt das System in dem genannten Beitrag folgendermaßen: “Wer bei Online-Transaktionen oder andere Online-Aktivitäten gelogen und betrogen hat, wird möglicherweise nicht berechtigt sein, Hypothekendarlehen und Kreditkarten zu beantragen.”
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China plant zentrale Datenbank für Wohneigentum

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Typische Wohnsiedlung im Osten von Peking

Um den überhitzten chinesischen Immobilienmarkt in Griff zu bekommen, will die chinesische Regierung ein zentrales Register für Wohneigentum erstellen. Dieses soll später auch die Grundlage für eine nationale Grundsteuer bilden.

Da wir uns hier in diesem Blog auch mit dem Thema Überwachung und Kontrolle auseinandersetzen, wollte ich ein Thema anschneiden, das mit Medien und Medienpolitik wenig zu tun hat. Konkret geht es um die Bemühungen der chinesischen Regierung bei der Blase beim Wohneigentum gewissermaßen die Luft abzulassen. Bereits vor einiger Zeit war beschlossen worden, dass eine Person in zahlreichen Städten nur noch eine oder allenfalls zwei Wohnungen besitzen darf.
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Weibo will gläserne Blogger

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Das chinesische Äquivalent zu Twitter will, dass sich seine Nutzer künftig ausweisen, bevor sie einen Account aufmachen. Noch ist diese neue Regel allerdings freiwillig.

Die größte chinesische Blogger-Plattform Weibo hat vor ein paar Tagen weitergehende Zensurmaßnahmen angekündigt, wie ein staatliches, chinesisches Nachrichtenportal meldete. So sollen künftig Nutzer, die bei Weibo.com ein Konto eröffnen, ihren wahren Namen, die Nummer ihres Personalausweises und die Handynummer angeben. Die Daten werden anschließend von der Polizei auf ihre Richtigkeit überprüft. Derzeit beruht das System noch auf freiwilliger Basis. Wer seine wahre Identität bekannt gibt, bekommt bei Weibo einen Ehrenstatus. Unklar ist indes, ob mit diesem Schritt nicht viel eher die Akzeptanz eines solches Systems vor einer vollständigen Einführung überprüft werden soll.
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WLAN: Chinesische Behörden sagen letzter Bastion des anonymen Internets den Kampf an

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Chinesische Blogger, die sich in China nicht vom Staat überwachen lassen wollten, schrieben oft in Cafés. Die letzte Bastion des einigermassen freien Internets soll nun auch fallen. Dies wollen zumindest die Behörden und erzwingen die Installation einer Spionage-Software.

Man darf sich von der wirtschaftlichen Entwicklung in China nicht täuschen lassen: Die Meinungsfreiheit wird seit Jahren bedauerlicherweise immer kleiner geschrieben. Das jüngste Beispiel ist das Vorgehen der chinesischen Behörden gegen die letzten Orte, wo man sich einigermassen unüberwacht im Internet bewegen konnte: Die WLANs in Cafes. Folgt man einem Artikel der New York Times, dann müssen in Peking sämliche Betreiber von Hotspots ab sofort unter Androhung einer Geldstrafe eine Spionage-Software installieren, die es den Behörden erlaubt, die Surfer zu identifizieren.
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Korruption: Halbherzige Enthüllungsseite geht in China online

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Am vergangenen Wochenende gingen laut einem Bericht der China Daily in ganz China gleich mehrere Webseiten online, auf denen Nutzer beschreiben können, wie sie jemanden bestochen haben. Was wie eine Enthüllungsseite aussieht, hat jedoch einen Haken: Die Nutzer dürfen keine Namen und Positionen nennen.

Vorbild war scheinbar eine indische Anti-Korruptionswebseite mit der URL ipaidabribe.com. Am vergangenen Wochenende gingen in China gleich mehrere ähnliche Webseiten online. Doch um Rechtsstreits mit den beschuldigten Personen aus dem Weg, wurden die Nutzer aufgefordert die Namen und Positionen der Empfänger der Bestechungsgelder nicht zu nennen. China Daily zitiert einen Mitarbeiter einer solchen Webseite mit den Worten: „Wir machen Korruption publik, ohne die Privatsphäre der Betroffenen zu verletzen.“ Hinzu komme, dass der Betreiber der Seite nicht in der Lage sei, zu überprüfen, ob die Vorwürfe auch tatsächlich gerechtfertigt sind.
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China will weltweiten Registierungszwang für Internetnutzer

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China reicht es offenbar nicht mehr, nur das eigene Internet zu überwachen. Die chinesische staatliche Nachrichtenagentur Xinhua wirbt derzeit in einem Artikel für einen weltweiten Registrierungszwang von Internetnutzern. So liesse sich jeder gepostete Beitrag zurückverfolgen.

Xinhua schlug in einem Artikel, der vorgestern erschien, das Fernziel vor, dass sich weltweit jeder Internetnutzer auf eine Weise ins Internet einlogt, die es ermöglicht, seine Aktivitäten in jeden Fall nachzuvollziehen. Dabei schürrt Xinhua vor allem die Angst vor Hackern und Cyberbetrügern: “In China haben rund 60 Prozent der Internetnutzer in der ersten Jahreshälfte eine Attacke durch Viren oder Trojanern erlebt”, heisst es in dem Beitrag. “Über 30 Prozent der chinesischen Internetnutzer klagten zudem darüber, dass ihre online-Konten oder Passwörter gestohlen wurden.”
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Überwachen ist gut, Fichen sind besser!

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Ein Leiter einer Bürobedarfskette fordert in einem Artikel eine Internetdatenbank, in der für alle Nutzer abrufbar Informationen zu allen chinesischen Bürgern stehen. Damit will der „Moral und Glaubwürdigkeit“ in der Gesellschaft stärken. Dies reflektiert das in China oft wenig entwickelte Gefühl für Datenschutz.

Manchmal ist nicht klar, was wirklich hinter einem Artikel steht. Am 10. August veröffentlichte eine englischsprachige Regierungswebseite einen Text, in dem gewissermassen der gläserne Chinese gefordert wird. Er gehört der Rubrik „Opinion“ an und ist scheinbar von einem aussenstehenden Autor verfasst worden, der in der Legende als Präsident einer bekannten Firma für Bürobedarf bezeichnet wird. Soll mit dem Text die Überwachung schöngeschrieben werden oder ist Chunyu Jinzhang tatsächlich ein naiver Panikmacher?

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