Archiv für Februar, 2012
China wirbt auf staatlicher Propagandaseite für VPN-Dienst
0
Eine chinesische Propagandaseite wirbt für Astrill - eine Software zum Umgehen der staatlichen Zensur.
Ein bizarrer Zufall: Die Google Werbung von Adsense betrachtet eine Werbekampagne eines VPN-Anbieters (eine Möglichkeit zur Umgehung der chinesischen Zensur) als besonders themenrelavant für eine staatliches chinesisches Nachrichtenportal – und schaltet dort Anzeigen.
Wer wie ich regelmäßig die chinesischen Nachrichtenportale abklappert, ist sich gewohnt, hin und wieder bizarre Dinge zu sehen. Doch gerade kam mir etwas vor die Augen, das selbst mich noch überrascht hat und das so absurd war, dass ich es sofort mit einem Screenshot fotografieren musste. Bei einem Bericht zum Thema Bärengalle (der übrigens an sich schon bizarr genug wäre, denn offensichtlich versucht ein pharmazeutisches Unternehmen, das Medizin aus der Galle von Bären herstellt, in Shenzhen an die Börse zu gehen, und erregt damit den Widerstand von Tierschützern) befand sich groß eine Werbung für Astrill.
(weiterlesen …)
Fünf Varianten der Sabotage: Wie China Google piesackt
0China und Google: Ein ewiger Kampf. Zwar sperren die Machthaber in Peking den amerikanischen Suchmaschinen-Giganten nicht ganz aus. Aber mit allerhand Sabotagetechniken soll versucht werden, die Reputation von Google zu schädigen. Hier die fünf wichtigsten Varianten, wie China Google das Fürchten lehrt.
Bei Fastfoodkette sollen “hübsche Knaben” geordert werden können
0Das Gerücht klingt nach dem Plot eines Hollywoodfilms: Kunden können bei einer bekannten Fastfoodkette den Wunsch anbringen, dass ihre Hamburger von einem “hübschen Boten” ausgeliefert werden. KFC hat das inzwischen öffentlich dementiert. Einige chinesische Blogger vermuten, dass es sich dabei um einen cleveren Marketing-Schachzug gehandelt haben könnte.
Heute mal wieder ein Beitrag für die Rubrik „gesehen“. Es ist ja interessant, was China im Internet so bewegt. Bei der jüngsten Geschichte geht es darum, dass die Fastfoodkette KFC anscheinend einen besonderen Lieferservice anbietet. Demnach kann man sich seine Speisen von einem „hübschen Knaben“ ausliefern lassen.
(weiterlesen …)
Öffentliches Archiv sammelt Daten zu Online-Betrügern
0Lügen haben kurze Beine. Mit einer Datenbank will die Stadtregierung von Shanghai Online-Betrüger unschädlich machen. Persönlichkeits- und Datenschutz werden dabei allerdings mit Füssen getreten.
Wer einmal lügt, dem glaubt man nicht. Getreu nach diesem Motto entwickelte das Amt für öffentliche Sicherheit der Shanghaier Stadtregierung nach Angaben der chinesischen Tageszeitung China Daily eine Datenbank, in der Online-Betrüger mit ihrem echten Namen katalogisiert werden. Polizeichef Zhang Xuebing erklärt das System in dem genannten Beitrag folgendermaßen: “Wer bei Online-Transaktionen oder andere Online-Aktivitäten gelogen und betrogen hat, wird möglicherweise nicht berechtigt sein, Hypothekendarlehen und Kreditkarten zu beantragen.”
(weiterlesen …)
Facebook interessiert sich weiterhin für Eintritt in chinesischen Markt
0Der chinesische Markt ist für westliche soziale Netzwerke attraktiv genug, um sich den dortigen Zensurbestimmungen zu unterwerfen. Das suggeriert zumindest das Beispiel von Facebook und Twitter.
Facebook ist in China seit geraumer Zeit nicht zugänglich. Weil sich die Machthaber in Peking vor der Webseite fürchten, die es den Nutzern erlaubt, innerhalb kurzer Zeit relativ große Interessengemeinschaften zu bilden, hat die Zensurbehörde das soziale Netzwerk längst aus China ausgeschlossen.
(weiterlesen …)
China plant zentrale Datenbank für Wohneigentum
0Um den überhitzten chinesischen Immobilienmarkt in Griff zu bekommen, will die chinesische Regierung ein zentrales Register für Wohneigentum erstellen. Dieses soll später auch die Grundlage für eine nationale Grundsteuer bilden.
Da wir uns hier in diesem Blog auch mit dem Thema Überwachung und Kontrolle auseinandersetzen, wollte ich ein Thema anschneiden, das mit Medien und Medienpolitik wenig zu tun hat. Konkret geht es um die Bemühungen der chinesischen Regierung bei der Blase beim Wohneigentum gewissermaßen die Luft abzulassen. Bereits vor einiger Zeit war beschlossen worden, dass eine Person in zahlreichen Städten nur noch eine oder allenfalls zwei Wohnungen besitzen darf.
(weiterlesen …)


Kommentare