Internet

Öffentliches Archiv sammelt Daten zu Online-Betrügern

0

Lügen haben kurze Beine. Mit einer Datenbank will die Stadtregierung von Shanghai Online-Betrüger unschädlich machen. Persönlichkeits- und Datenschutz werden dabei allerdings mit Füssen getreten.

Wer einmal lügt, dem glaubt man nicht. Getreu nach diesem Motto entwickelte das Amt für öffentliche Sicherheit der Shanghaier Stadtregierung nach Angaben der chinesischen Tageszeitung China Daily eine Datenbank, in der Online-Betrüger mit ihrem echten Namen katalogisiert werden. Polizeichef Zhang Xuebing erklärt das System in dem genannten Beitrag folgendermaßen: “Wer bei Online-Transaktionen oder andere Online-Aktivitäten gelogen und betrogen hat, wird möglicherweise nicht berechtigt sein, Hypothekendarlehen und Kreditkarten zu beantragen.”
(weiterlesen …)

Facebook interessiert sich weiterhin für Eintritt in chinesischen Markt

0

Der chinesische Markt ist für westliche soziale Netzwerke attraktiv genug, um sich den dortigen Zensurbestimmungen zu unterwerfen. Das suggeriert zumindest das Beispiel von Facebook und Twitter.

Facebook ist in China seit geraumer Zeit nicht zugänglich. Weil sich die Machthaber in Peking vor der Webseite fürchten, die es den Nutzern erlaubt, innerhalb kurzer Zeit relativ große Interessengemeinschaften zu bilden, hat die Zensurbehörde das soziale Netzwerk längst aus China ausgeschlossen.
(weiterlesen …)

WLAN: Chinesische Behörden sagen letzter Bastion des anonymen Internets den Kampf an

1

Chinesische Blogger, die sich in China nicht vom Staat überwachen lassen wollten, schrieben oft in Cafés. Die letzte Bastion des einigermassen freien Internets soll nun auch fallen. Dies wollen zumindest die Behörden und erzwingen die Installation einer Spionage-Software.

Man darf sich von der wirtschaftlichen Entwicklung in China nicht täuschen lassen: Die Meinungsfreiheit wird seit Jahren bedauerlicherweise immer kleiner geschrieben. Das jüngste Beispiel ist das Vorgehen der chinesischen Behörden gegen die letzten Orte, wo man sich einigermassen unüberwacht im Internet bewegen konnte: Die WLANs in Cafes. Folgt man einem Artikel der New York Times, dann müssen in Peking sämliche Betreiber von Hotspots ab sofort unter Androhung einer Geldstrafe eine Spionage-Software installieren, die es den Behörden erlaubt, die Surfer zu identifizieren.
(weiterlesen …)

Korruption: Halbherzige Enthüllungsseite geht in China online

0

Am vergangenen Wochenende gingen laut einem Bericht der China Daily in ganz China gleich mehrere Webseiten online, auf denen Nutzer beschreiben können, wie sie jemanden bestochen haben. Was wie eine Enthüllungsseite aussieht, hat jedoch einen Haken: Die Nutzer dürfen keine Namen und Positionen nennen.

Vorbild war scheinbar eine indische Anti-Korruptionswebseite mit der URL ipaidabribe.com. Am vergangenen Wochenende gingen in China gleich mehrere ähnliche Webseiten online. Doch um Rechtsstreits mit den beschuldigten Personen aus dem Weg, wurden die Nutzer aufgefordert die Namen und Positionen der Empfänger der Bestechungsgelder nicht zu nennen. China Daily zitiert einen Mitarbeiter einer solchen Webseite mit den Worten: „Wir machen Korruption publik, ohne die Privatsphäre der Betroffenen zu verletzen.“ Hinzu komme, dass der Betreiber der Seite nicht in der Lage sei, zu überprüfen, ob die Vorwürfe auch tatsächlich gerechtfertigt sind.
(weiterlesen …)

Chinesische Soldaten sollen keine soziale Medien mehr benutzen dürfen

4

Facebook war für sie schon lange Tabu. Nun dürfen chinesische Soldaten auch keine anderen sozialen Medien mehr verwenden. Aus strategischen Gründen, wie es heisst. Es könnte aber auch darum gehen, dass sich Soldaten nicht organsieren.

Den immerhin 2,3 Millionen Soldaten im Reich der Mitte ist es ab sofort untersagt, soziale Netzwerke zu nutzen. Dies geht aus einem Artikel in der aktuellen Ausgabe der chinesischen Militärzeitung „ Jiefangjun Bao“ hervor. Laut dem Blatt fürchtet die REgierung, dass auf diese Weise wichtige militärische Geheimnisse in die Hände von Feinden gelangen könnten. Auch die Informationen zum Tagesablauf der Soldaten und ihre Adressen könnten im Ernstfall gezielt gegen das Land genutzt werden, heißt es in dem Bericht weiter.
(weiterlesen …)

WikiLeaks und China – eine erstaunlich freundliche Feindschaft

0

Die Berichterstattung in den chinesischen Staatsmedien zum Thema WikiLeaks ist bisher bemerkenswert wohlwollend ausgefallen. Scheinbar sind die westlichen Zensurversuche durchaus im Sinne der chinesischen Webzensoren.

China hätte allen Grund, die Webseite WikiLeaks zu verteufeln. Immerhin hat Julius Assange mit seiner Enthüllungsseite das Reich der Mitte bereits mehr als einmal bloßgestellt. So kam etwa bei den veröffentlichten Depeschen aus den US-Botschaften zu Tage, dass China bereit wäre, im Notfall seinem kommunistischen Nachbarn Nordkorea den Rücken zuzuwenden. Ebenfalls hat WikiLeaks Quellen veröffentlicht, welche das beweisen, was bereits zuvor viele ahnten: China steckte hinter den Hackerangriffen auf Google, welche dazu geführt haben, dass der Suchmaschinenanbieter das Land zumindest teilweise verließ. Nach eigenen Angaben haben sich sogar unter den Gründungsmitgliedern von WikiLeaks chinesische Dissidenten befunden.
(weiterlesen …)

Chinas Internetzensur nimmt nun VOIP-Anbieter ins Visier

0

Nach Facebook, YouTube und Flickr steht nun eine weitere ausländische Internetfirma in China vor Problemen: Das als abhörsicher geltende Skype könnte im Reich der Mitte bald abgestellt werden.

Es ist kein Geheimnis, dass in China alle über Mobiltelefone versendete Sprachmitteilungen auf „gefährliche“ Worte durchsucht werden und potentiell alle Telefongespräche mitgehört werden. Ein Schlupfloch hatten „Cyberkriminelle“, zu denen in China auch Dissidenten gehören, bisher noch: Das als abhörsicher geltende Skype.
(weiterlesen …)

Verhaftung: Polizei stuft Milieu-Roman als Pornografie ein

Ein Lehrer der südchinesischen Stadt Foshan schrieb einen Roman, der in den Saunahäusern der Stadt handelt. Dabei scheint er jemandem auf die Füße getreten zu sein: Am Wochenende wurde er wegen Pornografie verhaftet.

In einem früheren Blogbeitrag wurde beschrieben, dass Internetromane in China immer beliebter werden. Einem Autor aus der südchinesischen Provinz Guangdong sind nun seine literarische Versuche im Netz zum Verhängnis geworden: Er wurde am vergangenen Wochenende wegen Pornographie verhaftet.
(weiterlesen …)

Weißbuch: Rechte der chinesischen Internetnutzer werden geschützt

0

Ein neues Weißbuch der chinesischen Regierung schreibt, dass die Rechte der chinesischen Internetnutzer geschützt seien – und übersieht dabei, dass die rechtliche Lage selbst bereits problematisch ist.

In regelmäßigen Abständen gibt China Weissbücher heraus. So auch wieder diese Tage. Diesmal geht es um die Bürgerrechte. Dabei äußert sich der Bericht laut China.org auch über die Internetzensur. „Das Recht der chinesischen Internetnutzer auf freie Meinungsäußerung im Internet werde geschützt“, zitiert die Seite aus dem Bericht. Und wechselt dann – wie bei solchen Berichten nicht selten – unvermittelt das Thema: „Das Internet sei ein neuer Weg für die chinesische Regierung die öffentliche Meinung zu messen und damit die Staatsführung zu verbessern.“ Am letzteres ist durchaus nichts auszusetzen. Nur hat das eine gar nichts mit dem anderen zu tun.

China will weltweiten Registierungszwang für Internetnutzer

0

China reicht es offenbar nicht mehr, nur das eigene Internet zu überwachen. Die chinesische staatliche Nachrichtenagentur Xinhua wirbt derzeit in einem Artikel für einen weltweiten Registrierungszwang von Internetnutzern. So liesse sich jeder gepostete Beitrag zurückverfolgen.

Xinhua schlug in einem Artikel, der vorgestern erschien, das Fernziel vor, dass sich weltweit jeder Internetnutzer auf eine Weise ins Internet einlogt, die es ermöglicht, seine Aktivitäten in jeden Fall nachzuvollziehen. Dabei schürrt Xinhua vor allem die Angst vor Hackern und Cyberbetrügern: “In China haben rund 60 Prozent der Internetnutzer in der ersten Jahreshälfte eine Attacke durch Viren oder Trojanern erlebt”, heisst es in dem Beitrag. “Über 30 Prozent der chinesischen Internetnutzer klagten zudem darüber, dass ihre online-Konten oder Passwörter gestohlen wurden.”
(weiterlesen …)

nach oben