Bücher

Verhaftung: Polizei stuft Milieu-Roman als Pornografie ein

Ein Lehrer der südchinesischen Stadt Foshan schrieb einen Roman, der in den Saunahäusern der Stadt handelt. Dabei scheint er jemandem auf die Füße getreten zu sein: Am Wochenende wurde er wegen Pornografie verhaftet.

In einem früheren Blogbeitrag wurde beschrieben, dass Internetromane in China immer beliebter werden. Einem Autor aus der südchinesischen Provinz Guangdong sind nun seine literarische Versuche im Netz zum Verhängnis geworden: Er wurde am vergangenen Wochenende wegen Pornographie verhaftet.
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Internetromane sind in China ein gutes Geschäftsfeld

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Immer mehr junge Autoren verzichten darauf, lange einen Verlag für ihre Romane zu suchen. Sie veröffentlichen stattdessen direkt im Internet auf Literaturseiten. Dies kann für den einen oder anderen Autoren ein Sprungbrett für eine grosse Karriere sein.

China fiel in den letzten Jahren nicht gerade mit grossartiger Literatur auf. Das mag verschiedene Gründe haben, die einerseits mit der Zensur zusammenhängen, vielleicht aber auch mit Unterschieden in den Erzähltechniken, die sich kaum auf einen deutschen oder englischen Kontext übertragen lassen. Nun sieht es jedoch so aus, als spriesse in China eine Form der Graswurzeln-Literatur, wie wir sie im Westen nicht oder kaum kennen.
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Chinesen ticken nicht richtig, sagt ein chinesischer Geschäftsmann

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Es gibt immer wieder Chinesen, die kritisch mit ihrer Kultur umgehen. Vor ein paar Tagen hat ein Geschäftsmann ein neues Buch veröffentlicht und behauptet darin, dass Chinesen fundamentale Probleme beim Denken hätten.

Es war klar, dass sich der Unternehmer Chu Yu mit seinem Buch “Kritik am Denken des chinesischen Volkes” nicht nur Freunde machen würde. Das Buch ist zwar erst in Chinesisch erschienen, aber anhand der zahlreichen Rezensionen lässt sich bereits der Inhalt erahnen. China Daily zitiert aus seinem Buch: „Chinesen haben beim Denken fundamentale Probleme. Dies führt letzten Endes zu Blindheit und Rückschritten. Unbestimmtheit, Unordnung und Steifheit seien für das chinesische Denken charakteristisch”. Wie so oft fordert auch Chu eine Reform des Bildungswesens, das er für die Misere verantwortlich macht. Das chinesische Erziehungssystem müsse in einer Art und Weise reformiert werden, die es den Kindern ermöglicht, mündige Bürger zu werden, bevor sie damit beginnen ihre kreativen und innovativen Talente auszuleben, findet er. Besonders kritisiert Chu, dass Chinesen gerne auf andere zeigen, aber kaum damit klar kommen, wenn jemand anderes sie kritisiert.

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Bücherkontrolle im chinesischen Alltag

Immer wieder werden verbotene Bücher an der Grenze zu China konfisziert und keiner weiss genau warum. Nun hat eine chinesische Gebrauchtbücherseite eine Liste veröffentlicht, auf der zumindest grob steht, was problematisch sein könnte.

Es ist kein Geheimnis, dass auch Bücher in China zensiert werden. Unter Touristen und in Reiseforen werden immer wieder die Geschichten kolportier, wonach China-Reiseführern des Verlags Lonely Planet an der Grenze konfisziert wurden. Wieso genau, das weiß keiner. Und die Behörden geben dazu auch keine Auskunft. Es ist jedoch anzunehmen, dass die Zensoren vor allem zwei Dinge missbilligen: Taiwan, das Peking als abtrünnige Provinz betrachtet, wird in der Übersichtskarte als eigenständiges Land eingezeichnet, und in der Beschreibung vom Platz des Himmlischen Friedens heißt es in einem Anflug von Humor: „Es ist verboten den Platz mit dem Fahrrad zu überqueren. Aber Panzer sind scheinbar okay.“
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