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Staatliches Webportal zu Tibet ist nun auch in Deutsch online

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Seit heute ist die Landschaft der chinesischen Propagandamedien wieder etwas reicher: Die staatliche Seite tibet.cn ist nun auch in deutscher Sprache online. Unklar ist indes, wer genau die Seite betreibt.

Chinesische Staatsmedien sind generell darum bemüht, zu verschleiern, wer eine Seite betreibt. Was für die grossen Zeitungen, Radio- und Fernsehsender gilt, ist für eine kleine Online-Zeitung wie german.tibet.cn natürlich auch gültig. Im Impressum der englischsprachigen Seite heisst es darum auch einfach: ” a key national-level media website dedicated to providing updated news stories on China’s Tibet Autonomous Region and other Tibetan inhabited areas in Chinese, English and Tibetan to netizens home and abroad” In der deutschen Version ist – nicht gerade bescheiden für eine junge Seite, die weniger durch einen interessanten Inhalte als durch kleine sprachliche Fehler hervorsticht – von einem “maßgebenden chinesischen Nachrichtenportal über Tibet” die Rede. Die Seite verfügt derzeit über die Themenbereiche Aktuell, Reisen, Wissen, Leben und Kultur.
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Korruption: Halbherzige Enthüllungsseite geht in China online

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Am vergangenen Wochenende gingen laut einem Bericht der China Daily in ganz China gleich mehrere Webseiten online, auf denen Nutzer beschreiben können, wie sie jemanden bestochen haben. Was wie eine Enthüllungsseite aussieht, hat jedoch einen Haken: Die Nutzer dürfen keine Namen und Positionen nennen.

Vorbild war scheinbar eine indische Anti-Korruptionswebseite mit der URL ipaidabribe.com. Am vergangenen Wochenende gingen in China gleich mehrere ähnliche Webseiten online. Doch um Rechtsstreits mit den beschuldigten Personen aus dem Weg, wurden die Nutzer aufgefordert die Namen und Positionen der Empfänger der Bestechungsgelder nicht zu nennen. China Daily zitiert einen Mitarbeiter einer solchen Webseite mit den Worten: „Wir machen Korruption publik, ohne die Privatsphäre der Betroffenen zu verletzen.“ Hinzu komme, dass der Betreiber der Seite nicht in der Lage sei, zu überprüfen, ob die Vorwürfe auch tatsächlich gerechtfertigt sind.
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Proteste in der Inneren Mongolei: Neue Informationstaktik?

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Anno 2008 waren es die Tibeter, ein Jahr darauf die Uiguren und nun die Mongolen, die in China demonstrieren. Bisher hat die chinesische Informationspolitik bei Massenprosten dem internationalen Ansehen Chinas eher geschadet. Nun wird neu betont, dass die Proteste doch auch berechtigt sind. Ist damit ein Wandel in der chinesischen Informationspolitik eingetreten?

In einem Meinungsartikel schrieb die Global Times vorgestern, dass die Proteste in der Inneren Mongolei “in einigen Berichten” fälschlicherweise als ein ethnischer Konflikt zwischen Han-Chinesen und ethnischen Mongolen dargestellt worden sei. Auch wenn es nicht weiter erläutert wird, sind damit natürlich die westlichen Medien gemeint, welche sich aus  offizieller chinesischer Sicht durch ihre “Vorurteile gegen China” immer wieder disqualifizieren.Soweit also noch nichts Überraschendes.
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Xinhua: Viel Worte und wenig Inhalt zur Verfassungsänderung in Hongkong

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Hongkong wird demokratischer – und Xinhua verliert kein einziges Wort darüber. Wie es dazu kommt, dass es in einer einseitigen Mitteilung einer chinesischen Nachrichtenagentur eine Seite lang keinen Inhalt gibt…

Eigentlich sollte man davon ausgehen, dass Xinhua versucht China in der Welt positiv darzustellen. Doch heute schrieb die staatliche Nachrichtenagentur im Titel einer ihrer Meldungen: „China’s top legislature ends bimonthly session, approves amendments to Hong Kong’s Basic Law“. Das schockiert doch eher, weiss man selbst als China-Laie, dass vom Reich der Mitte kaum etwas Gutes in Richtung Demokratisierung kommen kann. Wenn ein westlicher Leser einen solchen Titel sieht, erwartet er eine Beschneidung der Grundrechte, eine Ausweitung der chinesischen Diktatur oder vielleicht auch “nur” eine Beschneidung der Pressefreiheit.
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Werbefilm soll Ansehen Chinas verbessern

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Chinas Ansehen in der Welt ist nicht gerade hoch. Dies will die Regierung ändern. Dazu plant sie, zwei Werbefilme zu produzieren. Einer davon soll als Werbespot in wichtigen Fernsehsendern wie CNN und BBC gezeigt werden.

China leidet an einem schlechten Ruf.  Seit den Aufständen in Tibet vor den Olympischen Spielen in Peking ist er sogar noch schlechter geworden. Dies legt zumindest eine Umfrage der BBC nahe. So sind 59 Prozent der Befragten nicht der Ansicht, dass China einen positiven Einfluss auf die Welt habe. Im Vorjahr war der Ruf noch um zwei Prozentpunkte besser. Wirklich negativ werteten allerdings nur 38 Prozent die Rolle Chinas. Auch hier hier zwei Prozent mehr als im Vorjahr.
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