Allgemein

Öffentliches Archiv sammelt Daten zu Online-Betrügern

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Lügen haben kurze Beine. Mit einer Datenbank will die Stadtregierung von Shanghai Online-Betrüger unschädlich machen. Persönlichkeits- und Datenschutz werden dabei allerdings mit Füssen getreten.

Wer einmal lügt, dem glaubt man nicht. Getreu nach diesem Motto entwickelte das Amt für öffentliche Sicherheit der Shanghaier Stadtregierung nach Angaben der chinesischen Tageszeitung China Daily eine Datenbank, in der Online-Betrüger mit ihrem echten Namen katalogisiert werden. Polizeichef Zhang Xuebing erklärt das System in dem genannten Beitrag folgendermaßen: “Wer bei Online-Transaktionen oder andere Online-Aktivitäten gelogen und betrogen hat, wird möglicherweise nicht berechtigt sein, Hypothekendarlehen und Kreditkarten zu beantragen.”
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Facebook interessiert sich weiterhin für Eintritt in chinesischen Markt

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Der chinesische Markt ist für westliche soziale Netzwerke attraktiv genug, um sich den dortigen Zensurbestimmungen zu unterwerfen. Das suggeriert zumindest das Beispiel von Facebook und Twitter.

Facebook ist in China seit geraumer Zeit nicht zugänglich. Weil sich die Machthaber in Peking vor der Webseite fürchten, die es den Nutzern erlaubt, innerhalb kurzer Zeit relativ große Interessengemeinschaften zu bilden, hat die Zensurbehörde das soziale Netzwerk längst aus China ausgeschlossen.
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China plant zentrale Datenbank für Wohneigentum

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Typische Wohnsiedlung im Osten von Peking

Um den überhitzten chinesischen Immobilienmarkt in Griff zu bekommen, will die chinesische Regierung ein zentrales Register für Wohneigentum erstellen. Dieses soll später auch die Grundlage für eine nationale Grundsteuer bilden.

Da wir uns hier in diesem Blog auch mit dem Thema Überwachung und Kontrolle auseinandersetzen, wollte ich ein Thema anschneiden, das mit Medien und Medienpolitik wenig zu tun hat. Konkret geht es um die Bemühungen der chinesischen Regierung bei der Blase beim Wohneigentum gewissermaßen die Luft abzulassen. Bereits vor einiger Zeit war beschlossen worden, dass eine Person in zahlreichen Städten nur noch eine oder allenfalls zwei Wohnungen besitzen darf.
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Kampf der Kulturen: chinesischer Präsident will westliche Kulturgüter zurückdrängen

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Der chinesische Präsident Hu Jintao forderte höchstpersönlich eine Rückbesinnung auf chinesische Werte und ein Zurückdrängen der Ideologie, die sich hinter den westlichen Kulturgütern verbirgt. Dahinter stecken handfeste wirtschaftliche und politische Gründe.

In einem Kommentar in einem Parteiblatt, aus dem die New York Times ohne genau Quellenangabe zitierte, schrieb der chinesische Präsident Hu Jintao, dass sich die westliche und chinesische Kultur in einem „eskalierenden Krieg“ befänden. Der Kommentar beruht scheinbar auf einer Rede, welche der Präsident bereits im Oktober gehalten hatte. „Wir müssen klar sehen, dass feindliche ausländische Kräfte ihre Strategie intensivieren, China zu ‚verwestlichen‘ und zu spalten. Sie fokussieren mit ihrer Langzeitinfiltrierung auf das ideologische und kulturelle Feld“, schrieb Hu demnach in dem Kommentar weiter. Er versprach „entschiedene Maßnahmen“ zur Abwehr.
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Staatliches Webportal zu Tibet ist nun auch in Deutsch online

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Seit heute ist die Landschaft der chinesischen Propagandamedien wieder etwas reicher: Die staatliche Seite tibet.cn ist nun auch in deutscher Sprache online. Unklar ist indes, wer genau die Seite betreibt.

Chinesische Staatsmedien sind generell darum bemüht, zu verschleiern, wer eine Seite betreibt. Was für die grossen Zeitungen, Radio- und Fernsehsender gilt, ist für eine kleine Online-Zeitung wie german.tibet.cn natürlich auch gültig. Im Impressum der englischsprachigen Seite heisst es darum auch einfach: ” a key national-level media website dedicated to providing updated news stories on China’s Tibet Autonomous Region and other Tibetan inhabited areas in Chinese, English and Tibetan to netizens home and abroad” In der deutschen Version ist – nicht gerade bescheiden für eine junge Seite, die weniger durch einen interessanten Inhalte als durch kleine sprachliche Fehler hervorsticht – von einem “maßgebenden chinesischen Nachrichtenportal über Tibet” die Rede. Die Seite verfügt derzeit über die Themenbereiche Aktuell, Reisen, Wissen, Leben und Kultur.
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Einblicke in das chinesische Staatsfernsehen

Die deutsche Fernsehjournalistin Kirsten Rulf hat anderthalb Monate lang im Rahmen eines Journalistenaustausches beim chinesischen Staatsfernsehen gearbeitet. Der Frankfurter Rundschau berichtet sie, was sie dort erlebt hat.

Eigentlich ist das Ziel der Robert-Bosch-Stiftung, das Verständnis zwischen deutschen und chinesischen Journalisten zu verstärken. Um dies zu erreichen, kann jedes Jahr eine kleine Zahl von Medienschaffenden im jeweils anderen Land für eine kurze Periode tätig sein. Die normalerweise für den WDR tätige Fernsehjournalisten Kirsten Rulf nahm an einem solchen Programm teil und berichtet anschliessend in der Frankfurter Rundschau, wie sie die Zensur erlebt hat, wie die Themen ihrer wöchentlichen Politiksendung durch die Außenpolitik geprägt waren und wie sie vor allem an Anfang auf der Redaktion sozial isoliert wurde.

Rundfunkanstalten in Guangdong sollen bald kein Kantonesisch mehr verwenden

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Die lokale Sprache der südchinesischen Provinz Guangdong soll bald weitgehend aus dem Radio und Fernsehen verbannt werden. Dies sieht zumindest ein neuer Erlass der Provinzregierung vor. Bereits vor einem Jahr hatte ein ähnlicher Vorschlag Proteste der Bevölkerung ausgelöst.

China ist nicht gerade für seine Sensibilität bei Fragen der Bevölkerungsminderheiten bekannt. Diesmal trifft es eine der größten Gruppen: Die Kantonesisch sprechende Mehrheit der südchinesischen Provinz Guangdong, die gegenüber der ehemaligen britischen Kronkolonie Hongkong liegt. Ab kommendem März sollen die Rundfunkanstalten der Provinz hauptsächlich Mandarin verwenden, also die im ganzen Land gesprochene Hochsprache, hieß es in einem Erlass vom vergangenen Freitag. Kantonesischsprachige Beiträge dürfen demnach nur noch mit einer vorherigen Genehmigung der Regierung ausgestrahlt werden.
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Weibo will gläserne Blogger

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Das chinesische Äquivalent zu Twitter will, dass sich seine Nutzer künftig ausweisen, bevor sie einen Account aufmachen. Noch ist diese neue Regel allerdings freiwillig.

Die größte chinesische Blogger-Plattform Weibo hat vor ein paar Tagen weitergehende Zensurmaßnahmen angekündigt, wie ein staatliches, chinesisches Nachrichtenportal meldete. So sollen künftig Nutzer, die bei Weibo.com ein Konto eröffnen, ihren wahren Namen, die Nummer ihres Personalausweises und die Handynummer angeben. Die Daten werden anschließend von der Polizei auf ihre Richtigkeit überprüft. Derzeit beruht das System noch auf freiwilliger Basis. Wer seine wahre Identität bekannt gibt, bekommt bei Weibo einen Ehrenstatus. Unklar ist indes, ob mit diesem Schritt nicht viel eher die Akzeptanz eines solches Systems vor einer vollständigen Einführung überprüft werden soll.
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Studieren in China

Das Land der Mitte. Geheimnisvoll anders. Früher eine exotische Reisedestination ist China heute ein Wirtschaftsland, das vor allem im Bereich Export eine nicht mehr wegzudenkende Position in der Weltwirtschaft einnimmt.

Nicht nur, aber besonders auch aufgrund des wirtschaftlichen Aufstiegs der Volksrepublik China, schaut der Westen nun auf den Osten, ist bemüht Geschäftsbeziehungen aufzubauen. Neben der sprachlichen Barriere (Chinesisch zählt ja zu den für Europäer am schwierigsten zu erlernenden Fremdsprachen) ist auch die Kultur eine ganz andere. Andere Länder, haben tatsächlich andere Sitten und wenn man mit diesen nicht vertraut ist, kann das auch geschäftlich mit Nachteilen verbunden sein. Um die chinesische Sprache, aber auch Kultur und Lebensweise besser kennen zu lernen, begeben sich immer mehr Studierende ins Ausland. Ein längerer Aufenthalt oder sogar ein ganzes Studium in China qualifizieren die Studierenden dazu, später Schlüsselrollen in Konzernen einzunehmen, kennen sie doch beide Seiten. Die Zahl der ausländischen Studierenden steigt in China jährlich an. An mehr als 350 Bildungseinrichtungen begrüßt man mittlerweile knapp 80 000 Studenten aus dem Ausland. Um es den Studierenden einfacher zu machen sich an chinesischen Hochschulen zu Recht zu finden, werden mittlerweile auch englischsprachige Studiengänge ausgebaut bzw. neu eingeführt.
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Big Brother 2.0: Peking will in allen Einkaufszentren Gesichtserkennung einführen

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Während in Europa bereits Kundenkarten Grund zu Bedenken hinsichtlich des Persönlichkeitsschutzes geben, will China nun einen Schritt weiter gehen und in allen Einkaufszentren Kameras installieren lassen, die eine automatische Gesichtserkennung erlauben. Wie in solchen Fällen üblich, wird auch hier mit dem Zauberwort “Sicherheit” argumentiert.

Dies hätte wohl nicht einmal George Orwell zu träumen gewagt: Laut einer neuen Direktive des Amts für Öffentliche Sicherheit der Stadt Beijing sollen laut einem Bericht von China Daily alle Einzelhandelszentren verpflichtet werden, ihre bisherigen Kamerasysteme gegen neue Hochleistungskamaras auszutauschen, welche “die Gesichtszüge der Kunden detailliert aufnehmen und ihr Verhalten an Kassen, Ausgängen, in Lagerräumen und Aufzügen genauestens beobachten können”. Das angebliche Ziel der neuen Überwachungsoffensive: Der Schutz der Bevölkerung vor “all denen, die Schaden anrichten, Waren stehlen oder gar Lebensmittel vergiften”.
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