Volker Hindermann

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Beiträge von Volker Hindermann

China wirbt auf staatlicher Propagandaseite für VPN-Dienst

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Eine chinesische Propagandaseite wirbt für Astrill - eine Software zum Umgehen der staatlichen Zensur.

Ein bizarrer Zufall: Die Google Werbung von Adsense betrachtet eine Werbekampagne eines VPN-Anbieters (eine Möglichkeit zur Umgehung der chinesischen Zensur) als besonders themenrelavant für eine staatliches chinesisches Nachrichtenportal – und schaltet dort Anzeigen.

Wer wie ich regelmäßig die chinesischen Nachrichtenportale abklappert, ist sich gewohnt, hin und wieder bizarre Dinge zu sehen. Doch gerade kam mir etwas vor die Augen, das selbst mich noch überrascht hat und das so absurd war, dass ich es sofort mit einem Screenshot fotografieren musste. Bei einem Bericht zum Thema Bärengalle (der übrigens an sich schon bizarr genug wäre, denn offensichtlich versucht ein pharmazeutisches Unternehmen, das Medizin aus der Galle von Bären herstellt, in Shenzhen an die Börse zu gehen, und erregt damit den Widerstand von Tierschützern) befand sich groß eine Werbung für Astrill.
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Bei Fastfoodkette sollen “hübsche Knaben” geordert werden können

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Das Gerücht klingt nach dem Plot eines Hollywoodfilms: Kunden können bei einer bekannten Fastfoodkette den Wunsch anbringen, dass ihre Hamburger von einem “hübschen Boten” ausgeliefert werden. KFC hat das inzwischen öffentlich dementiert. Einige chinesische Blogger vermuten, dass es sich dabei um einen cleveren Marketing-Schachzug gehandelt haben könnte.

Heute mal wieder ein Beitrag für die Rubrik „gesehen“. Es ist ja interessant, was China im Internet so bewegt. Bei der jüngsten Geschichte geht es darum, dass die Fastfoodkette KFC anscheinend einen besonderen Lieferservice anbietet. Demnach kann man sich seine Speisen von einem „hübschen Knaben“ ausliefern lassen.
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Öffentliches Archiv sammelt Daten zu Online-Betrügern

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Lügen haben kurze Beine. Mit einer Datenbank will die Stadtregierung von Shanghai Online-Betrüger unschädlich machen. Persönlichkeits- und Datenschutz werden dabei allerdings mit Füssen getreten.

Wer einmal lügt, dem glaubt man nicht. Getreu nach diesem Motto entwickelte das Amt für öffentliche Sicherheit der Shanghaier Stadtregierung nach Angaben der chinesischen Tageszeitung China Daily eine Datenbank, in der Online-Betrüger mit ihrem echten Namen katalogisiert werden. Polizeichef Zhang Xuebing erklärt das System in dem genannten Beitrag folgendermaßen: “Wer bei Online-Transaktionen oder andere Online-Aktivitäten gelogen und betrogen hat, wird möglicherweise nicht berechtigt sein, Hypothekendarlehen und Kreditkarten zu beantragen.”
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China plant zentrale Datenbank für Wohneigentum

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Typische Wohnsiedlung im Osten von Peking

Um den überhitzten chinesischen Immobilienmarkt in Griff zu bekommen, will die chinesische Regierung ein zentrales Register für Wohneigentum erstellen. Dieses soll später auch die Grundlage für eine nationale Grundsteuer bilden.

Da wir uns hier in diesem Blog auch mit dem Thema Überwachung und Kontrolle auseinandersetzen, wollte ich ein Thema anschneiden, das mit Medien und Medienpolitik wenig zu tun hat. Konkret geht es um die Bemühungen der chinesischen Regierung bei der Blase beim Wohneigentum gewissermaßen die Luft abzulassen. Bereits vor einiger Zeit war beschlossen worden, dass eine Person in zahlreichen Städten nur noch eine oder allenfalls zwei Wohnungen besitzen darf.
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Staatliches Webportal zu Tibet ist nun auch in Deutsch online

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Seit heute ist die Landschaft der chinesischen Propagandamedien wieder etwas reicher: Die staatliche Seite tibet.cn ist nun auch in deutscher Sprache online. Unklar ist indes, wer genau die Seite betreibt.

Chinesische Staatsmedien sind generell darum bemüht, zu verschleiern, wer eine Seite betreibt. Was für die grossen Zeitungen, Radio- und Fernsehsender gilt, ist für eine kleine Online-Zeitung wie german.tibet.cn natürlich auch gültig. Im Impressum der englischsprachigen Seite heisst es darum auch einfach: ” a key national-level media website dedicated to providing updated news stories on China’s Tibet Autonomous Region and other Tibetan inhabited areas in Chinese, English and Tibetan to netizens home and abroad” In der deutschen Version ist – nicht gerade bescheiden für eine junge Seite, die weniger durch einen interessanten Inhalte als durch kleine sprachliche Fehler hervorsticht – von einem “maßgebenden chinesischen Nachrichtenportal über Tibet” die Rede. Die Seite verfügt derzeit über die Themenbereiche Aktuell, Reisen, Wissen, Leben und Kultur.
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Divergierende Berichterstattung zum Todeszug von Wenzhou

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Keiner weiss, was tatsächlich beim Eisenbahnzusammenstoss auf einer Brücke bei Wenzhou geschehen ist. Die chinesischen Behörden bemühten sich derweil, die Wahrheit (und vielleicht weitere Leichen) zu verbuddeln und über die Medien berührene Geschichten zu verbreiten.

Die offizielle Version ist schnell erzählt: Ein Blitz bringt am 23. Juli auf einer Brücke in der Nähe von Wenzhou (Provinz Zhejiang) einen neuen Hochgeschwindigkeitszug zum Stillstand, wie dies in den drei Wochen seit der Eröffnung der neuen Strecke zwischen Peking und Shanghai immer wieder geschehen ist. Der nach zehn Minuten folgende Zug fährt auf. Mehrere Wagen fallen von der Brücke je nach Quelle zwischen 15 und 30 Meter in die Tiefe. Rund 40 Menschen kommen ums Leben.
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Tippfehler führte angeblich bei der “Volkszeitung” zu Massenentlassungen

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Ein falsch geschriebener Name des chinesischen Premierminister soll dazu geführt haben, dass rund zehn Angestellte bei der “Renmin Ribao” ihre Stelle verloren haben. Chinesische Medien beeilen sich zu versichern, dass es sich dabei um eine Falschmeldung handelt.

In westlichen Zeitungen lernt man eines zuerst: Wenn auch alles andere falsch ist, müssen zumindest die Namen fehlerfrei geschrieben sein. Diese Lektion mussten scheinbar vor einem halben Jahr auch zehn Angestellte der “Renmin Ribao” erfahren. Die Zeitung, die direkt von der Kommunistischen Partei herausgegeben wird, ist auch unter den Namen “Peoples Daily” und “Volkszeitung” bekannt. Obwohl der Vorfall bereits einige Monate zurückliegt, bin ich erst heute darauf gestossen und wollte ihn keineswegs unseren Lesern vorenthalten.
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