Olaf Zimmerli

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Beiträge von Olaf Zimmerli

Verhaftung: Polizei stuft Milieu-Roman als Pornografie ein

Ein Lehrer der südchinesischen Stadt Foshan schrieb einen Roman, der in den Saunahäusern der Stadt handelt. Dabei scheint er jemandem auf die Füße getreten zu sein: Am Wochenende wurde er wegen Pornografie verhaftet.

In einem früheren Blogbeitrag wurde beschrieben, dass Internetromane in China immer beliebter werden. Einem Autor aus der südchinesischen Provinz Guangdong sind nun seine literarische Versuche im Netz zum Verhängnis geworden: Er wurde am vergangenen Wochenende wegen Pornographie verhaftet.
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China will weltweiten Registierungszwang für Internetnutzer

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China reicht es offenbar nicht mehr, nur das eigene Internet zu überwachen. Die chinesische staatliche Nachrichtenagentur Xinhua wirbt derzeit in einem Artikel für einen weltweiten Registrierungszwang von Internetnutzern. So liesse sich jeder gepostete Beitrag zurückverfolgen.

Xinhua schlug in einem Artikel, der vorgestern erschien, das Fernziel vor, dass sich weltweit jeder Internetnutzer auf eine Weise ins Internet einlogt, die es ermöglicht, seine Aktivitäten in jeden Fall nachzuvollziehen. Dabei schürrt Xinhua vor allem die Angst vor Hackern und Cyberbetrügern: “In China haben rund 60 Prozent der Internetnutzer in der ersten Jahreshälfte eine Attacke durch Viren oder Trojanern erlebt”, heisst es in dem Beitrag. “Über 30 Prozent der chinesischen Internetnutzer klagten zudem darüber, dass ihre online-Konten oder Passwörter gestohlen wurden.”
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Internetromane sind in China ein gutes Geschäftsfeld

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Immer mehr junge Autoren verzichten darauf, lange einen Verlag für ihre Romane zu suchen. Sie veröffentlichen stattdessen direkt im Internet auf Literaturseiten. Dies kann für den einen oder anderen Autoren ein Sprungbrett für eine grosse Karriere sein.

China fiel in den letzten Jahren nicht gerade mit grossartiger Literatur auf. Das mag verschiedene Gründe haben, die einerseits mit der Zensur zusammenhängen, vielleicht aber auch mit Unterschieden in den Erzähltechniken, die sich kaum auf einen deutschen oder englischen Kontext übertragen lassen. Nun sieht es jedoch so aus, als spriesse in China eine Form der Graswurzeln-Literatur, wie wir sie im Westen nicht oder kaum kennen.
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Chinesen mögen schwedische Lesbenstadt

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Chinesen mögen vielleicht Walddörfer in Schweden, in denen lauter schwedische Lesben wohnen. Was sie aber gar nicht mögen sind satirische Beiträge. Wie eine Falschmeldung vermutlich auf einen Satirebeitrag zurückzuführen ist.

Zugegeben, die Geschichte ist bereits etwas alt, aber ich bin erst jetzt drauf gestoßen. Und fürs Archiv finde ich sie eigentlich ganz interessant. Es geht um die schwedische Stadt „Chako Paul City“. Diese soll eine Ortschaft im Norden Schwedens liegen und von 25‘000 lesbischen Frauen bewohnt werden. Angeblich wurde die Stadt 1820 von einer reichen Witwe gegründet, die scheinbar mit Männern wenig Glück hatte. Denn der Grund für die Stadt sei, dass Männer die Frauen schlicht und einfach nicht mehr ausreichend sexuell befriedigen konnten. So zumindest stand es in einem Artikel der Nachrichtenagentur Xinhua, der schließlich auch seinen Eingang in die deutsche Presse fand.
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Chinesen ticken nicht richtig, sagt ein chinesischer Geschäftsmann

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Es gibt immer wieder Chinesen, die kritisch mit ihrer Kultur umgehen. Vor ein paar Tagen hat ein Geschäftsmann ein neues Buch veröffentlicht und behauptet darin, dass Chinesen fundamentale Probleme beim Denken hätten.

Es war klar, dass sich der Unternehmer Chu Yu mit seinem Buch “Kritik am Denken des chinesischen Volkes” nicht nur Freunde machen würde. Das Buch ist zwar erst in Chinesisch erschienen, aber anhand der zahlreichen Rezensionen lässt sich bereits der Inhalt erahnen. China Daily zitiert aus seinem Buch: „Chinesen haben beim Denken fundamentale Probleme. Dies führt letzten Endes zu Blindheit und Rückschritten. Unbestimmtheit, Unordnung und Steifheit seien für das chinesische Denken charakteristisch”. Wie so oft fordert auch Chu eine Reform des Bildungswesens, das er für die Misere verantwortlich macht. Das chinesische Erziehungssystem müsse in einer Art und Weise reformiert werden, die es den Kindern ermöglicht, mündige Bürger zu werden, bevor sie damit beginnen ihre kreativen und innovativen Talente auszuleben, findet er. Besonders kritisiert Chu, dass Chinesen gerne auf andere zeigen, aber kaum damit klar kommen, wenn jemand anderes sie kritisiert.

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Überwachen ist gut, Fichen sind besser!

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Ein Leiter einer Bürobedarfskette fordert in einem Artikel eine Internetdatenbank, in der für alle Nutzer abrufbar Informationen zu allen chinesischen Bürgern stehen. Damit will der „Moral und Glaubwürdigkeit“ in der Gesellschaft stärken. Dies reflektiert das in China oft wenig entwickelte Gefühl für Datenschutz.

Manchmal ist nicht klar, was wirklich hinter einem Artikel steht. Am 10. August veröffentlichte eine englischsprachige Regierungswebseite einen Text, in dem gewissermassen der gläserne Chinese gefordert wird. Er gehört der Rubrik „Opinion“ an und ist scheinbar von einem aussenstehenden Autor verfasst worden, der in der Legende als Präsident einer bekannten Firma für Bürobedarf bezeichnet wird. Soll mit dem Text die Überwachung schöngeschrieben werden oder ist Chunyu Jinzhang tatsächlich ein naiver Panikmacher?

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Werbefilm soll Ansehen Chinas verbessern

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Chinas Ansehen in der Welt ist nicht gerade hoch. Dies will die Regierung ändern. Dazu plant sie, zwei Werbefilme zu produzieren. Einer davon soll als Werbespot in wichtigen Fernsehsendern wie CNN und BBC gezeigt werden.

China leidet an einem schlechten Ruf.  Seit den Aufständen in Tibet vor den Olympischen Spielen in Peking ist er sogar noch schlechter geworden. Dies legt zumindest eine Umfrage der BBC nahe. So sind 59 Prozent der Befragten nicht der Ansicht, dass China einen positiven Einfluss auf die Welt habe. Im Vorjahr war der Ruf noch um zwei Prozentpunkte besser. Wirklich negativ werteten allerdings nur 38 Prozent die Rolle Chinas. Auch hier hier zwei Prozent mehr als im Vorjahr.
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