Olaf Zimmerli

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Beiträge von Olaf Zimmerli

Die Schule als Drogenhändler: Infusion zur Prüfungsvorbereitung

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In einer chinesischen Schule setzen sich viele Studenten Infusionen, um besser lernen zu können.

Es ist bekannt, dass in chinesischen Hochschulen ein starker Konkurrenzdruck herrscht. Wie sich nun bei einer Schule in der zentralchinesischen Provinz Hubei zeigt, ist dieser sogar so hoch, dass sich die Schüler freiwillig Infusionen setzen.

In den chinesischen Sozialen Medien ist das Thema in den letzten Tagen kontrovers diskutiert worden. Demnach bleiben die Studenten der Ersten Oberschule der Stadt Xiaogan in der südchinesischen Provinz Hubei auch nach dem Unterrichtsende in den Klassenzimmern und lernen weiter. Damit sie dies angesichts der schlechten klimatischen Bedingungen leichter tun können, setzen sich den Berichten zufolge zahlreiche Schüler Infusionen mit Aminosäuren.

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Chinas Zensur erlaubt ersten auf Index gestellten Film wieder

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Die Hülle der neu aufgelegten DVD. In der oberen Linken Ecke heisst es: Für Forschungszwecke.

Über 60 Jahre nach einer Kampagne gegen “Das Leben des Wu Xun”, ist der Film schon vor einigen Jahren offiziell rehabiliert worden und doch erst jetzt auf dem chinesischen Festland zu “Forschungszwecken” auf DVD verfügbar. Das Verbot des Films läutete Anfang der 1950er-Jahre den Untergang des chinesischen Kinos ein.

Die Geschichte von Wu Xun ist in China allgemein bekannt. Der 1838 in der zentralchinesischen Provinz Henan geborene Mann sammelte als Bettler Geld, um Bauernkindern eine Schulbildung zu ermöglichen. Da er selber keine Ausbildung geniessen konnte, war er der Ansicht, dass nur eine allgemeine und kostenlose Schulbildung das Leben der Menschen nachhaltig verbessern kann. Auch als er im Verlaufe seines Lebens ein erfolgreicher Geschäftsmann wurde, baute er weiterhin zahlreiche Schulen. Diese Geschichte hatte der in Shanghai tätige Regisseur Sun Yu 1950 aufgegriffen und in ein breites Epos mit einer für damalige Verhältnisse recht langen Laufzeit von 204 Minuten verwandelt.
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Facebook interessiert sich weiterhin für Eintritt in chinesischen Markt

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Der chinesische Markt ist für westliche soziale Netzwerke attraktiv genug, um sich den dortigen Zensurbestimmungen zu unterwerfen. Das suggeriert zumindest das Beispiel von Facebook und Twitter.

Facebook ist in China seit geraumer Zeit nicht zugänglich. Weil sich die Machthaber in Peking vor der Webseite fürchten, die es den Nutzern erlaubt, innerhalb kurzer Zeit relativ große Interessengemeinschaften zu bilden, hat die Zensurbehörde das soziale Netzwerk längst aus China ausgeschlossen.
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Einblicke in das chinesische Staatsfernsehen

Die deutsche Fernsehjournalistin Kirsten Rulf hat anderthalb Monate lang im Rahmen eines Journalistenaustausches beim chinesischen Staatsfernsehen gearbeitet. Der Frankfurter Rundschau berichtet sie, was sie dort erlebt hat.

Eigentlich ist das Ziel der Robert-Bosch-Stiftung, das Verständnis zwischen deutschen und chinesischen Journalisten zu verstärken. Um dies zu erreichen, kann jedes Jahr eine kleine Zahl von Medienschaffenden im jeweils anderen Land für eine kurze Periode tätig sein. Die normalerweise für den WDR tätige Fernsehjournalisten Kirsten Rulf nahm an einem solchen Programm teil und berichtet anschliessend in der Frankfurter Rundschau, wie sie die Zensur erlebt hat, wie die Themen ihrer wöchentlichen Politiksendung durch die Außenpolitik geprägt waren und wie sie vor allem an Anfang auf der Redaktion sozial isoliert wurde.

China plant in seinen Fernsehserien ein Verbot von Werbeunterbrechungen

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In China sollen künftig Fernsehserien nicht mehr mit Werbeblöcken unterbrochen werden. Laut der Regulierungsbehörde sei die Integrität und Kohärenz der Fernsehsendungen für die Zuschauer von grossem Interesse.

Werbeunterbrechungen sind bei Fernsehzuschauern zumeist alles andere als beliebt. Chinesische Fernsehkonsumenten können jedoch bald aufatmen. Wie die chinesische Webseite www.china.org gestern mitteilte, hat das Staatliche Amt für Rundfunk, Film und Fernsehen (SARFT) ein Verbot von Werbeunterbrechungen während Fernsehserien angeordnet, um “das kulturelle Angebot für die Öffentlichkeit zu verbessern”. Die neue Regel soll bereits am 1. Januar in Kraft treten.
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WLAN: Chinesische Behörden sagen letzter Bastion des anonymen Internets den Kampf an

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Chinesische Blogger, die sich in China nicht vom Staat überwachen lassen wollten, schrieben oft in Cafés. Die letzte Bastion des einigermassen freien Internets soll nun auch fallen. Dies wollen zumindest die Behörden und erzwingen die Installation einer Spionage-Software.

Man darf sich von der wirtschaftlichen Entwicklung in China nicht täuschen lassen: Die Meinungsfreiheit wird seit Jahren bedauerlicherweise immer kleiner geschrieben. Das jüngste Beispiel ist das Vorgehen der chinesischen Behörden gegen die letzten Orte, wo man sich einigermassen unüberwacht im Internet bewegen konnte: Die WLANs in Cafes. Folgt man einem Artikel der New York Times, dann müssen in Peking sämliche Betreiber von Hotspots ab sofort unter Androhung einer Geldstrafe eine Spionage-Software installieren, die es den Behörden erlaubt, die Surfer zu identifizieren.
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Korruption: Halbherzige Enthüllungsseite geht in China online

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Am vergangenen Wochenende gingen laut einem Bericht der China Daily in ganz China gleich mehrere Webseiten online, auf denen Nutzer beschreiben können, wie sie jemanden bestochen haben. Was wie eine Enthüllungsseite aussieht, hat jedoch einen Haken: Die Nutzer dürfen keine Namen und Positionen nennen.

Vorbild war scheinbar eine indische Anti-Korruptionswebseite mit der URL ipaidabribe.com. Am vergangenen Wochenende gingen in China gleich mehrere ähnliche Webseiten online. Doch um Rechtsstreits mit den beschuldigten Personen aus dem Weg, wurden die Nutzer aufgefordert die Namen und Positionen der Empfänger der Bestechungsgelder nicht zu nennen. China Daily zitiert einen Mitarbeiter einer solchen Webseite mit den Worten: „Wir machen Korruption publik, ohne die Privatsphäre der Betroffenen zu verletzen.“ Hinzu komme, dass der Betreiber der Seite nicht in der Lage sei, zu überprüfen, ob die Vorwürfe auch tatsächlich gerechtfertigt sind.
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Im chinesischen Fernsehen wird zuviel geraucht

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Obwohl China vor fünf Jahren die Rahmenkonvention zur Tabakkontrolle unterzeichnet hat, paffen heute mehr Chinesen als je zuvor. Um das zu ändern, sollen nun Fernsehhelden weniger rauchen.

Seine Haare sind verwuschelt, an seiner Seite steht ein bildhübsches Mädchen und aus dem Mundwinkel hängt eine Zigarette. Wann immer in chinesischen Fernsehserien oder Filmen ein Held als besonders rebellisch charakterisiert werden soll, zündet er sich einen Glimmstängel an.

Darüber, ob solche Rollenvorbilder wirklich das Rauchen fördern, lässt sich natürlich vortrefflich streiten. Laut der Nachrichtenagentur Xinhua sehen dies zumindest viele chinesische Experten so. Tatsache ist jedoch, dass im Reich der Mitte seit Jahren immer mehr Menschen rauchen und dass die Kosten im Gesundheitswesen bereits die Einnahmen durch die Tabakindustrie übersteigt, wie China Daily kürzlich berichtete. Mehr noch: Mit 350 Millionen Rauchern, beherbergt China ein Drittel aller Raucher weltweit.
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WikiLeaks und China – eine erstaunlich freundliche Feindschaft

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Die Berichterstattung in den chinesischen Staatsmedien zum Thema WikiLeaks ist bisher bemerkenswert wohlwollend ausgefallen. Scheinbar sind die westlichen Zensurversuche durchaus im Sinne der chinesischen Webzensoren.

China hätte allen Grund, die Webseite WikiLeaks zu verteufeln. Immerhin hat Julius Assange mit seiner Enthüllungsseite das Reich der Mitte bereits mehr als einmal bloßgestellt. So kam etwa bei den veröffentlichten Depeschen aus den US-Botschaften zu Tage, dass China bereit wäre, im Notfall seinem kommunistischen Nachbarn Nordkorea den Rücken zuzuwenden. Ebenfalls hat WikiLeaks Quellen veröffentlicht, welche das beweisen, was bereits zuvor viele ahnten: China steckte hinter den Hackerangriffen auf Google, welche dazu geführt haben, dass der Suchmaschinenanbieter das Land zumindest teilweise verließ. Nach eigenen Angaben haben sich sogar unter den Gründungsmitgliedern von WikiLeaks chinesische Dissidenten befunden.
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Chinas Internetzensur nimmt nun VOIP-Anbieter ins Visier

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Nach Facebook, YouTube und Flickr steht nun eine weitere ausländische Internetfirma in China vor Problemen: Das als abhörsicher geltende Skype könnte im Reich der Mitte bald abgestellt werden.

Es ist kein Geheimnis, dass in China alle über Mobiltelefone versendete Sprachmitteilungen auf „gefährliche“ Worte durchsucht werden und potentiell alle Telefongespräche mitgehört werden. Ein Schlupfloch hatten „Cyberkriminelle“, zu denen in China auch Dissidenten gehören, bisher noch: Das als abhörsicher geltende Skype.
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