Es gibt immer wieder Chinesen, die kritisch mit ihrer Kultur umgehen. Vor ein paar Tagen hat ein Geschäftsmann ein neues Buch veröffentlicht und behauptet darin, dass Chinesen fundamentale Probleme beim Denken hätten.

Es war klar, dass sich der Unternehmer Chu Yu mit seinem Buch “Kritik am Denken des chinesischen Volkes” nicht nur Freunde machen würde. Das Buch ist zwar erst in Chinesisch erschienen, aber anhand der zahlreichen Rezensionen lässt sich bereits der Inhalt erahnen. China Daily zitiert aus seinem Buch: „Chinesen haben beim Denken fundamentale Probleme. Dies führt letzten Endes zu Blindheit und Rückschritten. Unbestimmtheit, Unordnung und Steifheit seien für das chinesische Denken charakteristisch”. Wie so oft fordert auch Chu eine Reform des Bildungswesens, das er für die Misere verantwortlich macht. Das chinesische Erziehungssystem müsse in einer Art und Weise reformiert werden, die es den Kindern ermöglicht, mündige Bürger zu werden, bevor sie damit beginnen ihre kreativen und innovativen Talente auszuleben, findet er. Besonders kritisiert Chu, dass Chinesen gerne auf andere zeigen, aber kaum damit klar kommen, wenn jemand anderes sie kritisiert.

Soweit nichts Neues. Doch das Buch ging innert kürzester Zeit rund 20.000 Mal über den Ladentisch.

Quellen:

http://www.chinadaily.com.cn/opinion/2010-07/21/content_11028298.htm

http://www.cdeclips.com/en/arts_n_life/fullstory.html?id=49719

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