Werbefilm soll Ansehen Chinas verbessern
Chinas Ansehen in der Welt ist nicht gerade hoch. Dies will die Regierung ändern. Dazu plant sie, zwei Werbefilme zu produzieren. Einer davon soll als Werbespot in wichtigen Fernsehsendern wie CNN und BBC gezeigt werden.
China leidet an einem schlechten Ruf. Seit den Aufständen in Tibet vor den Olympischen Spielen in Peking ist er sogar noch schlechter geworden. Dies legt zumindest eine Umfrage der BBC nahe. So sind 59 Prozent der Befragten nicht der Ansicht, dass China einen positiven Einfluss auf die Welt habe. Im Vorjahr war der Ruf noch um zwei Prozentpunkte besser. Wirklich negativ werteten allerdings nur 38 Prozent die Rolle Chinas. Auch hier hier zwei Prozent mehr als im Vorjahr.
Um dem entgegen zu wirken hat die chinesische Regierung zwei Werbefilme in Auftrag gegeben: einen längeren Film, der bei Anlässen gezeigt wird und ein 30 Sekundenspot für ausländische Fernsehstationen, die dort in dem jeweiligen Werbefenstern ausgestrahlt werden sollen. Die Zielgruppe des Spots scheinen englischsprachige Menschen zu sein, denn der Werbefilm soll laut chinesischen Medienberichten nur auf CNN und BBC gezeigt werden. In dem Film sollen 30 Prominente erscheinen (was jeder Person im Schnitt eine Sekunde gibt). Bereits vor ein paar Monaten hat es eine ähnliche Werbekampagne gegeben.
In China scheint der Werbespot vielen notwendig zu sein: Bei einer Umfrage im Forum von Globaltimes gaben über 71 Prozent an, dass es einen Werbspot braucht, um Chinas internationales Ansehen zu verbessern. (Stichtag: 13. August) Das Forum wird hauptsächlich von Expats und englischsprachigen Chinesen besucht.
Liest man in der chinesischen Presse nach, ist hier ein durchausselbstkritischer Ton zu hören. So zitiert China Daily in einem Text, der von einer anderen staatlichen Webseite übersetzt worden war, einen Kommunikationsprofessor der Tsinghua-Universität mit den Worten: “Meiner Meinung nach ist es wichtig, dass der Film verschiedene Seiten und unterschiedliche soziale Klassen des gegenwärtigen Chinas zeigt. Dabei darf er weder übertreiben noch die Realität verzerren.” Es scheint also bei gewissen Kreisen bereits angekommen sein, dass zu viel des Guten eben auch schädlich sein kann.
Quelle:
http://german.china.org.cn/culture/txt/2010-08/03/content_20629342.htm
No related posts.